Rahmenbedingungen

 

Wie die Wärmedämmung von Kühlbereichen wird auch der Einfluss der Rahmenbedingungen auf Kälteanlagen sehr oft unterschätzt.

 

Wesentliche Parameter der Rahmenbedingungen sind:

  1. Temperatur im Umfeld der Kühlanwendung
  2. Vorkühler bei Tiefkühlräumen
  3. Wärmebereich direkt neben Kältebereich
  4. Sonneneinstrahlung auf Kühlanwendung
  5. Umgebungstemperatur beim Verflüssiger (Temperatur Kühlmedium)
  6. Sonneneinstrahlung auf Verflüssiger

Rahmenbedingungen – allgemeine Erläuterungen

 

1. Umgebungstemperatur Kühleinheit/Zelle/Pult

Durch die Erhöhung der Umgebungstemperatur wird der Kühlbereich in zwei Punkten beeinflusst. Einerseits wird über die Wände etc. eine erhöhte Wärmeenergie in den Kühlbereich eingebracht und andererseits strömt durch Fugen und besonders beim Türöffnen warme Luft ein. Der Energieeintrag über die Wände etc. spielt in der Regel bei großen Dämmstärken eine geringere Rolle, der Wärmeeintrag über den Luftaustausch hängt von der Bedienungsfrequenz und der Qualität der Dichtheit ab.

 

2. Vorkühlraum

Vielfach wird einem Tiefkühlraum ein Normalkühlraum vorgesetzt. Der Vorteil darin liegt in der niedrigen Angrenztemperatur der Türseite und im geringeren Warmlufteintrag.

 

3. Wärmequelle direkt beim Kühlbereich

Die Einflussgröße einer Wärmequelle in der Nähe einer Kühleinrichtung ist im Wesentlichen für Kühlpulte zu beachten. Hier konnten in einigen Betrieben ungünstige Positionierungen identifiziert werden, wie z. B. ein Kühlpult direkt unter einem Pizzaofen, dessen Oberflächentemperatur die Auflagefläche thermisch beeinflusst. Allgemein tritt dieses Problem eher in Küchenbereichen auf, wo Koch- und Backgeräte in unmittelbarer Umgebung des Kühlbereiches liegen.

 

4. Direkte Sonneneinstrahlung auf das Kühlgerät/Kühlraum

Sonneneinstrahlung auf Pulte oder Zellen stellt im Tourismus eine untergeordnete Einflussgröße dar. Häufiger trifft dies auf Präsentationskühlmöbel zu, die teilweise längeren Zeitabschnitten der direkten Sonneneinstrahlung ausgesetzt sind. Dazu zählen insbesondere Eistruhen oder Kuchenvitrinen. Es kann aber davon ausgegangen werden, dass aus Qualitätsgründen direkte Strahlung vermieden wird.

 

5. Umgebungstemperatur Verflüssiger

Starke Auswirkungen zeigen sich insbesondere bei luftgekühlten Verflüssigern im Innenbereich. Die Jahresmitteltemperatur der Tiroler Bezirkshauptstädte liegt bei ca. 7,5°C. Da Verflüssiger, welche dem Außenklima ausgesetzt sind, weitgehend geschützt, z. B. in Nischen oder Garagen, montiert werden, wird von einer durchschnittlichen Umgebungstemperatur der Außenluft von + 10°C ausgegangen. Bei wassergekühlten Anlagen ergibt sich bei einer Frischwasser- bzw. Grundwasserkühlung eine weitgehend konstante Kühlmediumtemperatur für den Verflüssiger. Sie liegt bei Grundwasser bei ca. 8-12°C, sodass auch hier von einer Durchschnittstemperatur von 10°C ausgegangen werden kann.

 

6. Direkte Sonneneinstrahlung auf den Verflüssiger

Die Beeinflussung der Kälteanlage durch die Sonneneinstrahlung auf den Verflüssiger spielt nur bei Anlagen mit Luftkühlung eine Rolle. Wenn der Verflüssiger der direkten Sonnenstrahlung ausgesetzt wird, erhöht sich einerseits im Umfeld die Umgebungsluft und andererseits die Oberflächentemperatur des Verflüssigers. Wegen der vielschichtigen Einflüsse auf die tatsächlichen Verhältnisse wurde hier nur eine grobe Abschätzung vorgenommen. Es wird angenommen, dass die Oberflächentemperaturen des Verflüssigergehäuses ansteigen und die Umgebungsluft durch diese erhöhte Temperatur sowie den örtlichen Gegebenheiten durch die Beeinflussung auf Dächern und an Wänden ebenfalls erwärmt wird.

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Tipp: Rahmenbedinungen

Beachten Sie insbesondere die Umgebungstemperaturen beim Kühlraum und die Temperatur beim Verflüssiger.